Weihnachten 2014 mit Pumpenausfall im Hauptschöpfwerk

Weihnachten 2014 war alles andere als gemütlich:

Am 18.12.2014 beginnen starke Niederschläge. Hier die Werte unserer verbandseigenen (nicht amtlichen) Messstation in Hohenaspe:

Niederschlag um Weihnachten 2014 (nicht amtlich!)

Am 20.12.2014 sind die üblichen Überschwemmungsflächen an der Bekau (wie bei Huje) bereits gefüllt.

Bekau bei Huje am 20.12.2014

Am 21.12.2014 fällt eine der beiden Pumpen im Hauptschöpfwerk Bekmünde mit einer Kapazität von 7.000 Litern pro Sekunde aus. Am 23.12.2014 hat die Bekau einen kritischen Wasserstand, insbesondere weil noch nicht aller Niederschlag am Schöpfwerk angekommen ist.

 Bekau vor dem Hauptschöpfwerk am 23.12.2014

Am 23.12.2014 entscheidet der WV Bekau Notpumpen einzusetzen, um einen Deichbruch oder ein Überlaufen zu vermeiden. Zu diesem Zeitpunkt steht das Wasser in der Bekau bei Krummendiek wenige Zentimeter unterhalb der Deichkrone.

Geeignete Pumpen waren in Norddeutschland nicht zu finden, so dass wir die Firma Van Heck aus Noordwolde (Niederlande) beauftragen. Das Van Heck-Team kommt mit vier LKW und zwei Notpumpen am 23.12.2014 in der Nacht an. Drei Techniker beginnen am 24.12. um 6 Uhr mit der Montage.

Am späten Abend des 24.12.2014 laufen beide Notpumpen mit einer effektiven Fördermenge von 3.000 Litern pro Sekunde.

beide Notpumpen im Betrieb am 25.12.2014

Der WV Bekau dankt seinen Mitarbeitern und den folgenden Firmen für ihren großen Einsatz an den Feiertagen und darüber hinaus:

Van Heck BV, Noordwolde (Niederlande)

Thömen GmbH, Brunsbüttel

Egon von Haw, Itzehoe

Uwe Looft, Stördorf

Hoyer Unternehmensgruppe, Dägeling

Ferner dankt der WV Bekau den beteiligten Behörden für die gute Zusammenarbeit.

Insgesamt dauerte der Pumpeneinsatz 100 Stunden. Dabei wurden über 1 Million Kubikmeter Wasser in die Stör gepumpt. Zur Veranschaulichung: Diese Menge könnte ein rund 100 Hektar (= 140 Fußballfelder) großes Gebiet einen Meter hoch überfluten. 


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WV Bekau


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