Regeneration der Gewässer im Rantzau-System - 8. Bauabschnitt

In der Rantzau im Holsteiner Wald werden im April 2013 bachaufwärts der Bismarckbrücke Buhnen und Totholz in die Ufer eingebaut, um das Gewässer zur eigendynamischen Entwicklung anzuregen.

Das Projekt wird zusammen mit Auszubildenden der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und deren Betreuern geplant und durchgeführt. Die Auszubildenden lernen dabei Grundlagen des naturnahen Wasserbaus unter Verwendung kostengünstiger Materialien und Methoden. Die Finanzierung erfolgte über Ersatzgelder des Kreises Steinburg mit Eigenleistungen der WSV und des DSV Rantzau.

Rantzau nördlich der Bismarckbrücke 2006
Blick von der Bismarckbrücke nach Norden im Mai 2006

Rantzau nördlich der Bismarckbrücke 2013
Blick von der Bismarckbrücke nach Norden im Februar 2013

Obwohl der südliche Teil der Niederung schon seit etwa 15 Jahren brach liegt, hat sich das Gewässer kaum verändert. Daher werden auf 300 Metern Gewässerlänge Einbauten im Stil des bachabwärts gelegenen 3. Bauabschnittes vorgenommen. Abweichend zu den 2008 dort eingebauten Maßnahmen wird das Gewässer jetzt massiver eingeengt, um eine deutlichere Wirkung zu erzielen.

Die Flächen befinden sich im Eigentum der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten AöR und der Stiftung Naturschutz. Eine im Nordwesten an die Rantzau angrenzende landwirtschaftliche Nutzfläche bleibt von den Maßnahmen unberührt.

Das Projekt wird über Ausgleichsmittel des Kreises Steinburg finanziert. Die Bauarbeiten betreut der Betriebshof des Wasserverbandes Bekau. Der Deich- und Sielverband Rantzau wird die Effizienz der Maßnahmen in den nächsten Jahren beobachten und bewerten.

Die Arbeiten haben begonnen und die erste Doppelpfahlbuhne ist fast fertig:

Beginn der Arbeiten in der Rantzau
Blick von der Bismarckbrücke nach Norden am 09. April 2013.

Am dritten Projekttag sind alle fünf Doppelpfahlbuhnen fertig. Sie zeigen bereits erste Wirkung durch Ufererosion und Freispülen von Kiesen. 

Der "Rohbau" der ersten Dreiecksbuhnen ist erkennbar:

die Pfähle der ersten Dreiecksbuhne sind gesetzt
im Bau befindliche Dreiecksbuhne am 10. April 2013

Der Nachmittag des dritten Projekttages wurde für Exkursionen in den angrenzenden Wald und in die 2008 gebaute bachabwärt gelegene Initialmaßnahmenstrecke genutzt (siehe 3. Bauabschnitt). Da der Wasserstand derzeit sehr niedrig ist, konnte die Wirkung der einzelnen Maßnahmen gut beurteilt werden. Bei der Tierwelt beeindruckten besonders die Schwärme des Dreistacheligen Stichlings.

Am vierten Tag sind die fünf Dreiecksbuhnen funktionsfähig. Drei von ihnen werden noch verfüllt und bepflanzt, um die Stabilität zu verbessern.

Dreiecksbuhne
Dreiecksbuhne

Am 12. April 2013 würdigen wir die erfolgreiche gemeinsame Arbeit mit einer Bauabnahme.

 

das Bauteam
das Bauteam

Nach dem ersten Hochwasser, das im Mai 2013 durch die Maßnahmenstrecke floss, zeigen sich bereits erste Wirkungen:

Uferabbruch gegenüber der ersten Doppelpfahlbuhne
Uferabbruch gegenüber der ersten Doppelpfahlbuhne

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DSV Rantzau


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