Nachbesserung der Maßnahmen des 3. Bauabschnittes in der Rantzau

Die im Zuge des 3. Bauabschnittes 2008 in die Rantzau im Abschnitt "Holsteiner Wald" eingebauten Initialmaßnahmen haben zum Teil nicht die erhoffte Wirkung gezeigt.

Mit Hilfe von Wasserbau-Auszubildenden aus verschiedenen Behörden* (siehe unten) und deren Betreuern wurden im Mai 2014 punktuelle Einbauten vorgenommen, um die Rantzau wieder stärker zur eigendynamischen Entwicklung anzuregen. Wie beim 2013 durchgeführten Projekt (siehe 8. Bauabschnitt ), sollen kostengünstige Renaturierungsmethoden vermittelt werden.

Dafür haben die Auszubildenden vier Einbautypen selbst entwickelt, deren Wirksamkeit getestet werden soll.

Ein Bauwerk, dessen Wirkung mit Spannung erwartet wird, ist der bewegliche Stamm, der an einem Ende mit Pfählen in der Bachmitte befestigt wurde.

beweglicher Stamm

Ein kreatives Bauwerk ist die Rautenbuhne, die eine Insel im Gewässer bildet und Rückszugs- und Brutmöglichkeiten für Vögel bietet.

Rautenbuhne

Die beiden weiteren Bauwerke, die die Auszubildenden selbst entwickelt haben, bestehen aus Kiesschüttungen in Form einer Dreiecksbuhne und einer trapezförmigen Konstruktion.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes ist die Optimierung der Wirkung bereits bestehender Bauwerke wie die Verlängerung von Doppelpfahlbuhnen und der Einbau von Rauhbäumen.

Doppelpfahlbuhne 

Ferner werden Variationen bereits erprobter Maßnahmen eingebaut, wie ein mit dem Stamm in die Sohle gesteckter Wurzelteller, der die Strukturvielfalt verbessern soll.

Wurzelteller mit Stamm in Sohle

Erläuterungen während der Bauabnahme:

Bauabnahme

 

* beteiligte Behöden sind:
die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung,
die Lübeck Port Authority und
der Landesbetrieb für Küstenschutz und Nationalparke

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DSV Rantzau


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