Regeneration der Gewässer im Rantzau-System – 1. Bauabschnitt

Im Sommer 2003 wurden drei Abschnitte des Rantzau-Deiches oberhalb der Winseldorfer Dorfstraße zurückgebaut, um so eine stärkere Vernässung der Niederung zu erzielen und Überschwemmungen der Dorfstraße zu verhindern. Der bislang eingedeichte Niederungsbereich liegt seit mehreren Jahren brach, so dass keine landwirtschaftlichen Nutzflächen eingeschränkt werden und sich naturnahe Auenbiotope entwickeln können. Ufernahe Gehölzpflanzungen sollen die Reste des Deiches landschaftlich einbinden und die Gewässerstruktur verbessern.

Zeitgleich wurden im Schlotfelder Graben unterhalb der Schlotfelder Dorfstraße zwei Sohlabstürze in naturnahe Sohlgleiten umgebaut und der Durchlass unter der Dorfstraße auf eine Breite von 4 m erweitert. Naturnahe Bachabschnitte unterhalb der Dorfstraße wurden so mit den wertvollen Bach- und Niederungsbereichen oberhalb verbunden. Ferner wurden abschnittsweise Initialpflanzungen aus Schwarz-Erle mit Weiden, Eschen und anderen heimischen Auengehölzen vorgenommen.

Sohlgleite Schlotfelder Graben

Sohlgleite im unteren Schlotfelder Graben

Der rechtwinklig ausgebaute Einmündungsbereich des Schlotfelder Grabens in die Rantzau wurde in einen naturnäheren Verlauf zurückgeführt. Hier und in einem parallel in die Rantzau einmündenden Seitenbach wurde jeweils eine Furt angelegt, um die Überquerbarkeit für landwirtschaftliche Fahrzeuge zu erhalten.

Während eine Informationstafel am Waldrand die Maßnahme der örtlichen Bevölkerung und Gästen darstellt, lädt eine Sitzbank zum Verweilen, Landschafts- und Naturgenuss ein.

Aussichtspunkt Schlotfelder Graben

Aussichtspunkt am Niederungsrand von Rantzau und Schlotfelder Graben

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DSV Rantzau


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