Regeneration der Gewässer im Rantzau-System - 2. Bauabschnitt

Mit dem 2. Bauabschnitt (Ingenieurbüro Dänekamp und Partner, Pinneberg, und Landschaftsarchitekturbüro Bünz, Itzehoe) wurde im Jahre 2005 die Durchgängigkeit der Rantzau in einer Gesamtlänge von knapp 9 km (Mündung in die Stör bei Stat. 149+20 bis zum Sohlabsturz bei Stat. 61+98) wiederhergestellt. Hierfür wurden die Sohlabstürze an den Gewässerstationen 123+45 (Winseldorfer Brücke), 92+00 (Pionierbrücke), 88+80 (Düppel-Brücke), 74+60 (Försterei-Brücke) und 65+85 (Bismarck-Brücke) in naturnahe Sohlgleiten umgebaut.

 

Sohlgleite in der Rantzau

Sohlgleite in der Rantzau unterhalb der Düppel-Brücke bei Bücken / Hungriger Wolf

 

Sohlgleite in der Rantzau

Sohlgleite in der Rantzau unterhalb der Bismarck-Brücke im Holsteiner Wald

 

Die Niederung im Holsteiner Wald zwischen der Försterei-Brücke bis oberhalb der Bismarck-Brücke befindet sich überwiegend im Eigentum des Forstamtes Rantzau, so dass hier eine Regeneration der Gewässeraue auf einer Länge von ca. 1,2 km möglich ist. Bach­abwärts befinden sich Teilflächen der Niederung im Eigentum der Stiftung Naturschutz, so dass auch hier großflächige Auenentwicklungen möglich sind.

Im Schlotfelder Graben wurde bei Stat. 42+80 ein naturnaher Sandfang im Nebenschluss eingefügt, um die erheblichen Sandfrachten aus Seitengräben und Drainagen vor Eintritt in hochwertige Bachabschnitte zu entfernen.

Sämtliche Bauwerke werden naturnah eingegrünt, um eine Verbesserung des Bachlebensraumes und der landschaftlichen Einbindung zu erzielen. Ferner wurden Initialpflanzungen (überwiegend mit Schwarz-Erle) an Teilabschnitten der Rantzau vorgenommen.

Die Sohlgleiten haben sich gut in den Bachlauf eingefügt, so dass im steinig-kiesigen Sohlsubstrat Bach-, Fluss- und Meerneunaugen beobachtet werden konnten.

Meerneunauge in der Rantzau

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DSV Rantzau


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