2. Projekt "Wasser" der Grundschule Hennstedt 2011 bis 2012

Die 2. AG "Wasser" der Grundschule Hennstedt setzt mit 12 Schülerinnen und Schülern der Klassen 3 und 4 die erfolgreichen Forschungen der 1. AG fort.

Die von der Schulleiterin Heike Reese betreute AG wird bei ihren Freilandarbeiten von der Biologin Cordelia Triebstein und dem Verbandsvorsteher Hans-Heinrich Gloy unterstützt. Seit Anfang September 2011 untersucht das Team die Buckener Au, den Bitternbek und einen Tümpel in der Nähe des Bitternbek.

Wir beginnen unsere Untersuchungen an der Buckener Au und beobachten viele Wassertiere
wie zum Beispiel diese beiden Dreistacheligen Stichlinge (zwei der drei Rückenstacheln sind bei dem oberen Fisch erkennbar).
zwei Stichlinge.

Auch sehen wir viele Wasserwanzen, wir diesen Rückenschwimmer.
Rückenschwimmer

Am zweiten Forschungstag sind wir am Bitternbek-Graben und keschern an einem Durchlass.
beim Keschern

Neben vielen Fischen (Stichlinge und junge Rotfedern) sehen wir uns Wasserskorpione genauer an.
zwei Wasserskorpion

Am dritten Tag untersuchen wir den naturnahen Abschnitt des Bitternbek. Er wird von Schwarz-Erlen gesäumt.
Ein Teil der Gruppe sammelt Pflanzen, die gepresst und im Winter genauer untersucht werden.
 Keschern im Bitternbek und Pflanzen sammeln

Zwischen den Steinen, die neben den Erlenwurzeln die Sohle bedecken, entdecken wir Köcherfliegenlarven.
Köcherfliegenlarve

Insgesamt finden wir sehr wenig Wassertiere. Dies liegt daran, dass die Strömung sehr stark ist. Kleine Fische, Wasserinsekten und andere kleine Tiere können nicht gegen sie anschwimmen.

Am vierten Tag sind wir wieder an der Buckener Au. Sie führt diesmal wenig Wasser und wir finden auch hier kaum Wassertiere.

Dafür sehen wir an Land und auf dem Wasser immer wieder Larven von Laufkäfern. Laufkäfer leben an Land, aber manchmal fallen sie versehentlich ins Wasser.
Larve eines Laufkäfers

Ende Oktober ist der nahende Winter in der Natur deutlich zu spüren. Die Bäume haben schon fast alle Blätter verloren und es fliegen kaum noch Insekten. Im Wasser, heute sind wir am Bitternbek-Graben, ist auch nicht viel los.

Interessant sind die vielen Landschnecken, die sich unter den Blättern am Wegesrand verstecken. Wir finden Bernstein-, Schnirkel- und Nacktschnecken
Bernsteinschnecke

Wenn das Wetter nicht allzu schlecht ist, werden wir auch in den kalten Monaten draußen sein. Bei schlechtem Wetter vertiefen wir in der Schule viele Themen und untersuchen die gepressten Pflanzen.

Nachdem wir Anfang November am Bitternbek im Wald waren, unternehmen wir am 11.11.2011 einen Ausflug an den Poyenberger Bek in Poyenberg.
am Poyenberger Bek

Hier wächst viel Sternkraut (Wasserstern), in dem sich massenweise Bachflohkrebse aufhalten. Hier finden sie Schutz vor Fressfeinden und starker Strömung.
ein Polster aus Wasserstern

Bachflohkrebse fressen abgestorbene Pflanzen, aber auch verwesende Tiere.

Am folgenden Exkursionstag widmen wir uns den Würmern.
Am meisten findet die Gruppe, die den Boden untersucht und unter Laub und Totoholz gesucht hat.
Regenwürmer

Den Schlamm des Tümpels am Bitternbek konnten wir nicht untersuchen, da wir einzusinken drohten.
Statt dessen haben wir uns am Ufer umgesehen und diesen jungen Grasfrosch entdeckt.
Grasfrosch

Am Ufer des Bitternbek haben wir verdächtige Spuren entdeckt. Diese wollen wir beim nächste Mal untersuchen.
Spuren am Ufer des Bitternbek

Anfang März gehen wir nach der Winterpause wieder auf Spurensuche.
Da der Bitternbek viel Wasser führt, finden wir am Ufer kaum Spuren.
Statt dessen endecken wir an Land Spuren von Reh und Hund, von denen wir Gipsabdrücke anfertigen.

Im Bach ist viel Leben. Diesmal finden wir massenweise Wasserwanzen.
Funde Anfang März 

Besonders interessant ist der Blutegel zu beobachten.
ein Egel und zwei Wasserwanzen

Mitte März sind wir bei schönster Frühlingssonne und dem Gesang der Feldlerche am Bitternbek-Graben.

Wir fangen einen großen Aal, der am Kopf verletzt ist. Wir erfahren von Experten, dass der Aal von einem Kormoran gebissen wurde. 
Aal

Im April besuchen wir Herrn Hahn im Bruthaus des Landessportfischereiverbandes. Er erklärt uns das Projekt zur Wiederansiedlung der Bachmuschel. Es werden Fische wie die Elritze gezüchtet, in deren Kiemen die Larven der Muscheln aufwachsen können.
Elritze und Bachmuschel 

Im Anschluss setzen wir einen Schwarm Elritzen aus und hoffen, dass sich die Fische in ihrer neuen Heimat wohlfühlen. 
Ein Schwarm Elritzen wird ausgesetzt.

Ende Mai ist es schon sommerlich warm und die Buckener Au führt nur wenig Wasser. An Land ist es spannender, denn uns ist eine Maus ins Netz gegangen:
Maus im Kescher 

Anfang Juni können wir bei einer Artenschutzmaßnahme zusehen.
Herr Hahn befischt den Sandfang an der Bundesstraße 430 mit schwachem Strom. Die betäubten Bewohner des Schlamms (Querder = Larven der Neunaugen) kommen an die Wasseroberfläche, werden gekeschert und bachabwärts wieder ausgesetzt.
So kann der Sandfang umgebaut werden, ohne dass Tiere zu Schaden kommen.
am Sandfang

Wie die Zeit vergeht - Mitte Juni ist unsere AG schon zu Ende. Schöne Sommerferien!
junge Forelle