Presseinformation vom 12.10.2007
Naturnahe Gewässerlandschaft an den Zuflüssen der Stör
Stiftung Naturschutz und Gebietsverband sitzen in einem Boot
Hans-Heinrich Gloy, Verbandsvorsteher des Bearbeitungsgebietsverbandes Mittellauf Stör, und Dr. Walter Hemmerling, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Naturschutz, unterzeichnen heute, 12. Oktober, an der Rantzau, Kreis Steinburg, eine bislang landesweit einmalige Rahmenvereinbarung, um den Verpflichtungen aus der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) nachzukommen. Mit diesem Bündnis beginnt eine neue, richtungweisende Ära der Zusammenarbeit der beiden Partner, um die Zuflüsse der Stör in eine naturnahe Gewässerlandschaft zu verwandeln.
„Der Vertrag regelt die künftige Kooperation zwischen dem Bearbeitungsgebietsverband und der Stiftung Naturschutz an der Stör zwischen Kellinghusen und Bekmünde“, erklären Hemmerling und Gloy. „Die Stiftung stellt ihre Flächen dem Verband für Maßnahmen im Rahmen der WRRL zur Verfügung. Gemeinsam werden wir auf kurzem und unbürokratischen Wege die Umgestaltung der Wasserläufe und die extensive Bewirtschaftung der Flächen abstimmen, um der Natur und den Menschen vor Ort besser gerecht zu werden.“ Erste Maßnahmen sind bereits gelaufen: So wurden naturferne Verbauungen zurückgenommen, um die Durchgängigkeit der Gewässer zu verbessern, und niederungstypisches Feuchtgrünland mit seltenen Pflanzenarten aufgewertet.
Die im Dezember 2000 in Kraft getretene WRRL sieht den Schutz der Gewässer als Lebensraum für Tiere und Pflanzen und als Trinkwasserreservoir vor. Sie soll alle Gewässer Europas bis 2015 in einen „guten Zustand“ versetzen. Dafür wurden in Schleswig-Holstein 34 Bearbeitungsgebietsverbände gegründet, deren Zusammensetzung sich nach den Flusseinzugsgebieten richtet.
Der rund 42.000 Hektar große Bearbeitungsgebietsverband „Mittellauf Stör“ hat seinen Sitz in der Geschäftsstelle des Wasserverbandes Bekau. Er umfasst 12 Wasser- und Bodenverbände im nordöstlichen Einzugsgebiet der Stör.
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